Wir in Nierstein und Schwabsburg
MdB Hagemann diskutiert am Europa-Schultag mit Schuelern in Nierstein |
Die Krise der Europäischen Union, die Stabilität des Euro, die Lage in Portugal und Griechenland,
aber auch die Vorteile von Europa
für Deutschland waren Themen einer
Diskussionsrunde mit dem
Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) und
Schülerinnen und Schüler
der Klasse 10c der Carl-Zuckmayer-Realschule Plus in Nierstein.
Anlässlich des bundesweiten Europa-Schultages besuchte Hagemann, der
auch Vorsitzender im EU- Unterausschusses des Haushaltsausschusses
im Bundestag ist, die Schule, um über Werte und Ziele Europas zu sprechen. Als überzeugter Europäer liegt es Hagemann am Herzen, jungen Menschen zu vermitteln, dass Europa mehr ist, als ein kostspieliger und bürokratischer Apparat. Vielmehr sei die Europäische Union seit 66 Jahren ein Garant für Frieden. „Nach den Erfahrungen der europäischen Geschichte ist Frieden nicht selbstverständlich“, so Hagemann. Einig war sich Hagemann mit den Schülern, dass ein starkes und geeintes Europa viele Vorteile birgt. Denn in einer globalisierten Welt mit immer stärker werdenden Wirtschaftszonen wie China oder Indien können die europäischen Staaten nur mit einer gemeinsamen Außen-, Wirtschafts- und Finanzpolitik bestehen.
Sorgen bereiten den engagiert diskutierenden Jugendlichen die jüngsten Wahlerfolge anti-europäischer Parteien in ganz Europa. „Die deutsche Wirtschaft profitiert seit Jahren vom einheitlichen Binnenmarkt ohne Zollgrenzen und vom gemeinsamen Euro“, so Hagemann. Alleine zehn Milliarden Euro wird jährlich vom nicht mehr erforderlichen Währungsumtausch eingespart. Außerdem verkaufe Deutschland zwei Drittel seiner Exporte in die Europäische Union und den Euro-Raum, wodurch sehr viele Arbeitsplätze gesichert werden. „Ich bin für den Euro. Es muss jedoch sichergestellt werden, dass die Probleme in Griechenland und den anderen Staaten mit angegangen werden und sich diese Krise nicht wiederholen kann“, so ein Schüler. Hagemann pflichtete ihm bei und ergänzte, dass die EU genauer kontrollieren müsse.
Region profitiert von der Europäischen Union
Auch die Region Mainz-Bingen profitiert direkt von Zuweisungen aus Brüssel – beispielsweise mit Fördermitteln zum Ausbau des Tourismus und der Subventionierung der Landwirtschaft. Hagemann verwies auf die Förderprogramme des Europäischen Sozialfonds für arbeitslose Jugendliche oder für Studierende und Auszubildende. Darüber hinaus werden Schulaustauschprogramme oder Begegnungen von europäischen Partnergemeinden gefördert.